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Zur Ortsgeschichte

Im Jahr 1323 wird das Dorf Wüstenschletta als "Sletyn" erstmals urkundlich erwähnt. Bereits 1481 wird es als "wüste Schlette" bezeichnet. Am 17. Juli 1519 werden am Eingang zum Hüttengrund durch Clemens Schiffel die ersten Silberfunde gemacht. Am 11. Mai 1520 wird die erste Fundgrube "St. Fabian Sebastian" an Schiffel verliehen. Am 27. April 1521 wird von Herzog Heinrich dem Frommen die Stadt gegründet. Der Stadtgrundriss wird von Ulrich Rülein von Calw entworfen. Am 19. Dezember 1523 wird das Stadt- und Bergrecht verliehen, 1525 erhält die Stadt ein eigenes Bergamt. Eine Lateinschule wird ab 1530 erwähnt. Das Dorf Wüstenschletta wird 1533 der Gerichtsbarkeit der Stadt unterstellt. Mit der Reformation 1536/1537 wird Marienberg eigenständige Parochie. Die höchste Blüte erlebt der Bergbau 1540. Von 1541 bis 1566 wird die Stadtmauer errichtet. 1555 sind über 1000 Zechen im Marienberger Revier nachweisbar. Von 1558 bis 1564 erfolgt der Bau der spätgotischen Hallenkirche St. Marien.

Am 31. August 1610 kommt es zu einem verheerenden Stadtbrand, dem fast alle 550 Häuser zum Opfer fallen. nach dem Ende des Silberbergbaues, beginnt ab 1612 der Kupfer- und Zinnbergbau. Ab 1696 ist die Stadt mit Soldaten belegt und wird ab 1753 bis 1858 Garnisionstadt für die Kavallerie. Um 1755 wird Gelobtland erstmals urkundlich erwähnt (...in dem Gelobten Lande...). Zur Verbesserung der Ernährungslage der Bergleute wird auf Anraten von Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra 1806 bis 1809 ein Bergmagazin erbaut. 1810 wird in Gebirge eine Schule erbaut. 1813 wird Marienberg zum Etappenort der gegen Napoleon verbündeten Armeen. 1821 wird der Ortsteil Gelobtland als Waldarbeitersiedlung angelegt. 1835 wird die baufällige Stadtmauer bis auf das Zschopauer Tor und den Roten Turm abgetragen.

1842 wird Marienberg Sitz des Kirchenbezirkes. 1847 wird das Bergamt aufgelöst, im selben Jahr wird ein "Kindergarten" im Beisein Friedrich August Fröbels eröffnet. Von 1858 bis 1873 ist Marienberg Garnisionsstadt für die Infanterie. Die Freiwillige Feuerwehr wird 1862 gegründet. Von 1873 bis 1920 befindet sich in Marienberg eine Unteroffizierschule und -vorschule, ab 1874 wird mit dem Bau der Kasernen begonnen. Im gleichen Jahr wird mit dem Bau eines Gaswerkes und der Installation von Gaslaternen begonnen. 1875 erhält Marienberg mit dem Bau der Flöhatalbahn Anschluss ans Bahnnetz. 1882 werden die Freiwilligen Feuerwehren in Gelobtland und Gebirge gegründet. 1889 erfolgt die Eröffnung des Städtischen Krankenhauses. Ein Wasserwerk wird 1891/1892 errichtet. Die Zentralschule (heute Gymnasium) wird 1893 eingeweiht. 1899 wird mit dem Rudolf-Schacht die letzte Grube geschlossen. 1910 wird ein Elektrizitätswerk errichtet, 1913 erfolgt der Anschluss an die zentrale Elektrizitätsversorgung.

1914 werden die Kirche, der Rote Turm und das Zschopauer Tor durch eine Ortssatzung unter Denkmalschutz gestellt. 1917 wird das Gebäude des Amtsgerichtes eingeweiht. Eine Realschule mit Progymnasium wird 1918 gegründet und ist bis 1940 in Räumen der Kaserne untergebracht. Das Marienberger Dreieckrennen wird am 15. Juni 1924 veranstaltet. Am Galgenberg wird 1927 eine Sprungschanze eingeweiht. Mit dem Bau von 12 Doppelhäusern 1933 bis 1937 entsteht der Ortsteil Moosheide.

 

Ausflugsziele und Aktivitäten in Marienberg

 

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