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Zur Ortsgeschichte

Das Gebiet von Freiberg lag im Miriquidi, einem Urwald, der sich über große Teile Sachsens (vor allem über seine südlichen Grenzregionen) erstreckte. Hier wurde um 1168 in Christiansdorf mit der Donatikirche als Dorfkirche auf dem Gebiet des Klosters Altzella an der Handelsstraße Halle-Leipzig nach Prag gediegenes Silber im Bleiglanz gefunden. Es handelte sich hierbei um die berühmteste Ganglagerstätte von Edel- und Buntmetallen der Erde. Daraufhin kamen der Sage nach Bergleute aus Goslar, das damals gerade verwüstet wurde, und siedelten sich in der nach ihrer Herkunft benannten, zweiten Siedlung, der Sächsstadt, an.

Sie zogen die Kunde, dass der "Berg frei" sei, an. Die in der Literatur immer angegebene Stadtgründung 1186 ist nicht belegbar - vielmehr müssen die Stadtanfänge deutlich früher - spätestens um 1170 - angesetzt werden. Um 1170/80 wurde der markgräfliche Herrenhof als Burg, die Markgraf Otto der Reiche von Meißen erbauen ließ, errichtet (seit dem 16. Jh. Schloss "Freudenstein"). In der Umgebung der Sächsstadt entstand die dritte Vorläufersiedlung, die Stadt Freiberg mit der Jakobikirche als Bergleutekirche. 1180 bis 1185 wurde die Marienkirche, der spätere Dom (Kollegiatsstift 1480), begründet. Um 1220/40 (Dendrodatum 3. Turmgeschoss 1224/25) entstanden die Türme der Nikolaikirche als letzter oberirdisch erhaltener Rest der zweiten romanischen steinernen Nikolaikirche, die nach Abbruch der ersten, wohl um 1170 entstandenen ersten Steinkirche (Saalbau) seit dem ausgehenden 12. Jh. erbaut wurde.

Die Stadt kann auf eine ereignisreiche Geschichte, die vor allem durch den Bergbau bestimmt wurde, zurückblicken. Im hohen Mittelalter war Freiberg die größte Stadt in der Mark Meißen, bis sie im 15. Jahrhundert von Leipzig übertroffen wurde.Freiberg gilt bei Heimathistorikern als die Mutter der sächsischen Bergstädte, was mit den realen politischen Gegebenheiten nichts zu tun hat. Vielmehr war Freiberg die erste wettinische Bergstadt, zahlreiche nichtwettinische Bergstädte folgten in anderen Gegenden des heutigen Sachsen, Erzgebirge und Erzgebirgsvorland völlig unabhängig von Freiberg.

Die Stadt war im hohen Mittelalter der wirtschaftliche Mittelpunkt und zugleich die bevölkerungsreichste Stadt der Markgrafschaft Meißen sowie jahrhundertelang Münzstätte. Wie archäologische Ausgrabungen und die dendrochronologische Bestimmung mehrere Holzstraßen belegen, war die plan- und regelmäßig angelegte Oberstadt um Obermarkt und Petrikirche seit den 1180er Jahren in Bau. Der Name "Freiberg" lässt sich erstmals 1201 belegen. Stadt- und Bergverfassung, das "ius Freibergensis", das in der Kulmer Handfeste 1233 erwähnt wurde, stellte eine Einheit dar und die bürgerliche Autonomie hatte einen hohen Stand. Ab 1227 wurde das romanische Stadtsiegel, das älteste der Mark Meißen, verwendet.

Ausflugsziele und Aktivitäten in Freiberg

 

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