Zur Ortsgeschichte
Deutscheinsiedel wird 1448 erstmals urkundlich als Ansiedlung "bi dem Einsidel in der Herrschaft Purschenstein" erwähnt. Um 1600 wird eine Brettmühle und Flößerei erwähnt. Im Dreißigjährigen Krieg wird die Brettmühle und ein benachbartes Bauerngut 1634 niedergebrannt. Ab 1646 erfolgt der Wiederaufbau des Gutes unter der Begünstigung des Grundherren August von Schönberg ziehen Einwohner aus Seiffen, Neuhausen sowie aus Böhmisch-Einsiedel zu. Durch Verkauf eines Teiles des Einsiedler Waldes an Kurfürst Johann Georg I. 1653 kommt es zu einer Flurteilung. Um 1660 wird der Ort erstmals als zum teutschen Einsiedel bezeichnet. 1696 wird durch zwei Einwohner aus Seiffen ein Grundstück zum Bau einer Brettmühle bei der Brüderwiese erworben. In den nächsten 50 Jahren werden weitere Mühlen sowie ein Eisenhammer auf der Brüderwiese errichtet. 1731 wird ein Schulmeister erwähnt.
1839 werden die alten Grundherrschaften aufgelöst. Aus dem königlichen und herrschaftlichen Anteilen wird die Gemeinde neu gebildet, hinzu kommt der Ortsteil Brüderwiese, der bis dahin zum Seiffener Ortsteil Heidelberg gehörte. Mit der Einrichtung der Poststelle 1850 erhält der Ort die amtliche Bezeichnung Deutscheinsiedel. 1889 wird eine Telegraphenverbindung nach Seiffen eingerichtet sowie ein Schulgebäude errichtet. Die Freiwillige Feuerwehr wird am 1. November 1893 gegründet. Am 31. Juli 1899 wird die Talstraße nach Deutschneudorf eingeweiht. Die Kirche wird am 25. September 1905 eingeweiht. 1926 wird ein Landheim des CVJM eingeweiht. 1929 wird die Hochdruckwasserleitung in Betrieb genommen. 1936 wird Deutscheinsiedel Filialkirche von Deutschneudorf. 1949 wird das Stechen von Torf eingestellt. 1979 wird die Schule geschlossen.
Ausflugsziele und Aktivitäten in Deutscheinsiedel
- Bibliotheken
- Dorfkirche
- Kegelbahn







