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Historische Persönlichkeiten aus dem Erzgebirge

 

 

Einer der bekanntesten Volkshelden des Erzgebirges ist Karl Stülpner. Er lebte von 1762 bis 1841 und wird gern als "Robin Hood des Erzgebirges"  oder "Der  grüne Rebell" bezeichnet. Der Wildschütz war beliebt unter den ärmsten der Bevölkerung, weil er dort zupackte, wo Not am Mann war und weil er Dieben und Plünderern das Handwerk legte.

Er verlor in frühester Kindheit seinen Vater, wuchs also als Halbwaise auf und musste sich in dieser schweren Zeit der Hungersnot um die Familie kümmern. Mit etwa 10 Jahren ging er nach Ehrenfriedersdorf und hielt sich dann hauptsächlich in den Wäldern um Marienberg auf. Nach seinem freiwilligen Kriegsdienst begann das Wildern und das Geldverdienen durch Gelegenheitsarbeit.

 

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Mit 19 Jahren kam Karl Stülpner zu den Grenadieren nach Zschopau. Er bekam hier sogar die Erlaubnis zum Wildern, wurde jedoch nach einer Schlägerei ins Gefängnis nach Chemnitz gebracht. Ihm gelang zwar die Flucht ins Böhmische, jedoch verlor Stülpner nach seiner Rückkehr in die Heimat auch sein Ansehen. Endlose Wanderschaften und Wildereien begannen, bei denen er immer die Ärmsten im Blick hatte und gegen Betrüger vorging. 

1793 ging er mit in den Krieg gegen Frankreich, von wo aus er ein Jahr später als Verwundeter in seinen Heimatort Scharfenstein zurückkehrte. Hier zog er noch einige Zeit als Wildschütz umher und half den Unterdrückten. Danach folgten weitere 13 Jahre Kriegsdienst.

Seine letzten Lebensjahre verbrachte Karl Stülpner in ärmlichen Verhältnissen in Scharfenstein und wurde nach seinem Tod im September 1841 in Großolbersdorf beigesetzt.




Zur Ehre seiner Persönlichkeit finden regelmäßig Veranstaltungen oder spezielle Führungen an diversen Ausflugszielen und seinen Wirkungsstätten statt. Eine Dauerausstellung ist zum Beispiel auf der Burg Scharfenstein zu besichtigen, wo Stülpner seine Besucher auch "höchstpersönlich" rundführt.



Kontakt:


Burg Scharfenstein

Schlossberg 1

09435 Scharfenstein

Tel.: 03725/70720

Fax: 03725/707250



Öffnungszeiten:

April - Oktober: Dienstag - Sonntag: 10.00- 18.00 Uhr
November - März: Dienstag - Sonntag: 10.00- 17.00 Uhr (außer 24.12.)

letzter Einlass und Kassenschluss ist jeweils eine halbe Stunde vor Schließung.

An Montagen, die zugleich Feiertage sind,  hat die Burg Scharfenstein geöffnet.



Preise:

Burgführung mit "Karl Stülpner"  Erwachsene:    3,00 Euro, Ermäßigte:     2,30 Euro



 

Ein sagenumwobener Ritterheld ist Dietrich von Harras.

Er soll auf der Flucht vor seinen Feinden ein Sprung über den Fluss Zschopau gewagt und unverletzt überstanden haben. Schauplatz der Sage ist ein Felsen, der sich vom Schloss  Lichtenwalde aus betrachtet am gegenüberliegenden Ufer der Zschopau befindet.

Dort ist heute ein Kreuz-Denkmal mit der Aufschrift „Ritter Harras, der kühne Springer“ zu sehen.

 



 

Barbara Uthmann lebte von 1514 bis 1575. Ihre Wirkungsstätten waren Annaberg-Buchholz und Elterlein. Sie war Unternehmerin und machte sich als größte Borten- und Klöppelspitzenverlegerin im Erzgebirge verdient. Bekannt ist auch, dass sie die Geschäfte der Saigerhütte Olbernhau führte.

Weitere Informationen über Barbara Uthmann erhalten Sie beim Lauterbacher Klöppelverein e.V.:

 


Kontakt:

Renate Pauli

Oberdorf 36

09496 Marienberg OT Lauterbach

Tel.: 03735/25845

Erleben Sie "Barbara Uthmann" in historischer Tracht.